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Die Monster von Cigéo

Im Dezember 2017 wurde eine erste Liste von Behörden und Unternehmen, die an Cigéo, das geplante atomare Lager in tiefen geologischen Schichten im lothringischen Bure, beteiligt sind.

Gigéo-Gegner*innen rufen zu dezentralen Aktionen auf und haben das Ergebnis ihrer Recherche zu an Cigéo beteiligten Unternehmen auf einer Internetseite „les monstres de Cigéo“ (Die Monster von Cigéo) veröffentlicht. Die Liste mit möglichen Zielen für dezentrale Aktionen im deutschsprachigen Raum wurde darauf hin ergänzt. Es gibt außerdem einen Aufruf auf Englisch: http://en.vmc.camp/2018/06/10/action-call-cigeo-monsters/

Es gibt zahlreiche für Protest geeignete Adressen! Zeigt euch kreativ!
1) Behörden (die Liste ist im Vergleich zu Dezember gleich geblieben)

2) Unternehmen (die neu dazu gekommenen Unternehmen zuerst)

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Wind von Bure – Tage gegen das Atomklo 1.-2.6.2019

Übersetzung des französischen Aufrufes.
Wenn Du nicht nach Nancy kannst / willst, ist es auch eine Supersache wenn du dich dezentral beteiligst, mögliche Ziele findest du hier

Aufruf

Bure, ist ein kleines Stückchen des Départements Meuse für eines der größten europäischen Industrieprojekte: Es sollen im Rahmen einer 130 Jahre andauernden Baustelle 300 Km Tunnel entstehen, in denen 85000m³ der schlimmsten radioaktiven Abfälle, garantiert ohne Risiken und Nebenwirkungen, in 500 Meter Tiefe für 100.000 Jahre gelagert werden!

Hinter diesen abstrakten Zahlen verbergen sich reelle Risiken: Brände, Explosionen, Kontaminierung, massive Ausstöße. Seit 25 Jahren kämpfen Atomstaat und Atomlobby für die Akzeptanz des Projektes. Dabei machen sie uns zu ihren Versuchskaninchen und bestechen die „Volksvertreter*innen“ mit illegalen Korruptionsmitteln in der Höhe von 1.000.000.000 €.

Wir sind ein Zusammenschluss aus Vereinen, Bürgerinis, widerständige Bewohner*innen und lokalen Unterstützungs-Komitees, der seit 25 Jahren gegen das Riesenklo Widerstand leistet. Wir rufen euch dazu auf am 1. und 2. Juni in Massen nach Nancy zu kommen. Dieser Aufruf richtet sich an alle die in Frankreich und darüber hinaus, die sich vom Bure-Widerstand betroffen fühlen, diejenigen die sich Fragen stellen und alle, die verstehen wollen was sich Dort zusammenbraut.

Seit dem Sommer 2017 hat sich die Möhre zur Peitsche gewandelt mit einer in den jüngeren Protesten ungesehenen Repression und Kriminalisierung des Widerstandes: 60 Verfahren, 28 Aufenthalts- oder Betretungsverbote, mehrere Verurteilungen zu Haftstrafen, dutzende Monate Bewährungsstrafen und ein Verfahren wegen „Bildung einer Übeltäterbande“** welches neun Menschen verbietet einander zu begegnen. CIGEO soll um jeden Preis gebaut werden, zur Not bei gleichzeitigem Beerdigen der Gegner*innen mitsamt dem Atommüll.

Dennoch stehen wir mehr denn je gegen diesen gesellschaftliche, ethischen und umweltpolitischen Frevel ein. Wir sind fest entschlossen miteinander diesem düstere Projekt einen Strich durch die Rechnung zu machen und gegen diese zerstörerische Maschinerie unsere Stimmen zu erheben.

Gegen diese mafiöse Omerta erheben wir unsere Stimmen, wir schreien, flüstern, lachen, rütteln wach und brüllen, dass die Kritik niemals verstummt. Wir lehnen die radioaktiven Lüfte so sehr ab, wie die Wolken ihres Tränengases.

Wir stehen noch immer hier, doch manchmal braucht die Glut ein wenig Luft, um erneut die Wärme einer gemeinsamen Kraft zu spüren. Um so besser: Wir haben einen langen Atem und ihr auch!

Gegen diese repressiven und militärischen Angriffe in und um Bure und nach der Räumung des Bois LeJuc im Februar 2018 müssen wir neuen Ansätze und Ströme finden, einen Schritt zur Seite wagen und neuen Rückenwind suchen. In Sachen Bure-Widerstand steht viel auf dem Spiel: Vor Ort, im ganzen Land und auch international. Dieser Kampf geht uns alle etwas an.
Um zu beginnen, ziehen wir also vorerst nach Nancy, bisher von allen Wettern verschont. Nancy wäre auf den Logenplätzen, sollte CIGEO gebaut werden: Die Stadt befindet sich in der Hauptwindrichtung im Osten des Projektes, in gerade mal 50 Kilometer Entfernung.

Wie die Radioaktivität, bleibt der Wind geruchlos und unsichtbar. Wir ziehen den heutigen Bure-Wind den drohenden Böen von morgen vor, der uns in aller Ruhe zu verstrahlen droht. Lasst uns den „Vent-de-Bure“ diesen Wind sichtbar machen. Lassen wir Drachen und Luftballons steigen und alle Früchte unserer Vorstellungskraft die unsere unsichtbaren Kräfte zu Tage fördern.

Gegen die Polit- und Finanzoligarchien wehen in diesen Zeiten stürmische Böen auf der ganzen Welt, welche es versuchen diejenigen zu verjagen, die sich mit allen Mitteln an ein System klammern, dass einen gnadenlosen Krieg gegen alles Lebende führt und im Namen des Profits das Klima zerstört. Doch in einem immer feindseeligeren Kontext, blasen und grollen immer stärker werdende autoritäre Gewitter.

Hinter diesem Aufruf steht das Bedürfnis gemeinsame Atemzüge zu machen und einen anderen Wind wehen zu lassen. Den Sog eines ganzen Territoriums. Der, der sich bildet um CIGEO und seiner Welt entgegenzupusten. Sammeln wir den Atem der Dinge möglich macht und den noch wilderen, der dafür sorgt, dass Dinge gar nicht erst entstehen können. Kommen wir mit Rückenwind zusammen, um diese Gesellschaft, die außer Atem zu geraten droht, zu verändern, indem wir alle Farben dieser Welt zusammenführen.

Lasst uns mit vereinten Kräften einen gegenteiligen Wind wehen lassen: Kommt alle zum Bankett am 1. Juni und zum großen „Übetäter*innen-Bal“!

Passt auf dass ihr dabei nicht all eure Federn lässt : Wir rufen nämlich für Sonntag, den 2. Juni zu einer Großdemonstration auf um der autoritären Spirale und der Arroganz der Macht der Nuklearindustrie zu zeigen, dass wir noch immer da sind – und nicht am Boden!

Das Kräfteverhältnis muss immer wieder auf‘s neue hergestellt werden: Wenn der Wind weht, wird CIGEO verschwinden!

Bürgerinitiativen CEDRA und EODRA, sowie Comités de soutien lorrains et des électrons libres

Schickt diesen Aufruf über eure Kanäle weiter!

Flugblätter und Plakate gibt es sehr bald!

Alle Infos zum Programm, den Aufruf und um mehr über Anreise und Unterkunft zu erfahren:

www.ventdebure.com

Kontakt : ventdebure@riseup.net

* „Vent de Bure“: Übersetzt als der „Wind von Bure“. Meint: der Wind der von unserem Widerstand gegen CIGEO ausgeht und/oder die drohende Verstrahlung der Lüfte der Lorraine
** „Association de malfaiteurs“: Französisches äquivalent zum deutschen §129 StGB. Derzeit gegen mindestens 5 Linke Gruppen in Frankreich im Einsatz Größere Unterschiede in der Handhabung, z.b. Kontakt-, Aufenthalts-, und Reiseverbote während der Ermittlungen. „Controle Judiciaire“ als Kernelement, der die Verhalten der Beschuldigten und Verdächtigen maßregelt. Primärfunktion: Durchleuchtung und Einschüchterung der Strukturen über längere Zeiträume.

nucleare Waste site Bure: the nuclear zeal of justice

Eine Übersetzung in Englische eines Liberation-Artikel zur Aktuellen Repression in Bure bei Gegner*innen vom Atomklo. Die Ermittlungsakte wegen angeblicher – konstruierter – krimineller Vereinigung ist bereit über 10 000 Seiten dick. Alle Mittel der Überwachung werden geboten. Erschreckend. Die Gesetze wurden – wie aktuell die Polizeigesetze der Länder – zur angeblichen Terrorismusbekämpfung (bösen Islamisten). Sieht was passiert. Es gibt nach über 10 000 Aktenseiten keinerlei Beweise aber Überwachung geht weiter, die Beschuldigten dürfen sich nach wie vor nicht treffen und müssen Auflagen nachkommen. Übersetzung durch Sortir du nucléaire.

They are only a few dozen, yet justice employs huge means. „Libération“ was able to consult the case file against the anti-nuclear opponents who oppose nuclear waste dump CIGEO.  a titanic procedure using the most advanced resources … of the fight against terrorism. (mehr …)

Atomklo Bure: Cigéo-Gegner*innen wehren sich gegen Grundrechtseinschränkungen und gerichtliche Auflagen

Im Rahmen strafrechtlicher Ermittlungen wegen „Verdacht auf kriminelle Vereinigung“ wurden die Angeklagten unter gerichtliche Aufsicht gestellt. Wir geben hier die dies bezügliche Stellungnahme der Koordination der Vereine gegen Cigéo (Name des Atomkloprojektes) und des Netzwerkes „Sortir du Nucléaire“ (Atomausstieg) wieder.

Nachdem in ganz Frankreich und auch in Deutschland circa zwanzig „Bals des Malfaiteurs“ („Missetäter/Verbrecherbälle“) gefeiert worden sind, wird am 14.November um 9h45 die Anhörung vor dem Kassationsgericht stattfinden. Eine öffentliche Rede wird um 10h30 in Beisein der Angeklagten sowie von Mitgliedern lokaler Vereine und des Netzwerkes Sortir du Nucleaire gehalten werden.

Es gibt eine neue Homepage für Informationen über das Atomklo Bure. Noch gibt es keine Übersetzungen (ist aber in Planung): https://bureburebure.info/

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[DAN] Polizei verhindert würdiges Gedenken an Sebastien Briat – ein Erlebnisbericht

Quelle https://de.indymedia.org/node/25800

zum Hintergrund: vor 14 Jahren starb der französische anti-atom Aktivist Sebastien, beim Versuch einen Castortransport nach Gorleben mit einem Lockon zu blockieren. Der tragische Unfall war ein tiefer Einschnitt, auch in die Geschichte des hiesigen Widerstandes gegen das atomare Endlager. Seither treffen sich jährlich am 7. November ein überschaubarer Kreis Menschen aus der anti-atom Bewegung, um gemeinsam dem Tod Sebastiens zu gedenken. Dies geschieht meist in Form einer Mahnwache entlang der Castorstrecke. Auch in diesem Jahr wurde dazu eingeladen, zu einem gemeinsamen Gedenken am Bahnhof Dannenberg(Ost) zusammen zu kommen.

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Unterstützung im Kampf gegen Repression in Bure

Wir rufen zur massiven Unterstützung im Kampf gegen die Kriminalisierung des Widerstandes gegen Atommüll in Bure auf!

Wir, nationale und lokale Verbände, Kollektive, Komitees und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, verurteilen die Politik der Kriminalisierung und systematische Repression, die sich seit mehr als eineinhalb Jahren gegen Gegner*innen der geplanten Atommülltonne CIGEO in Bure richtet.

Um diese 25-jährige Widerstandsbewegung zu zerstören, gab es bereits mehr als 50 Verfahren. Hunderte von Monaten an Bewährungsstrafen wurden verteilt. Fast zwei Jahre an Haftstrafen wurden verhängt. 26 Aufenthalsverbote wurden ausgesprochen. Es gibt 7 Personen, denen verboten wird, sich zu begegnen und zu kommunizieren, als Teil einer gerichtlichen Auflage, im Rahmen einer Untersuchung wegen der Bildung einer „krimineller Vereinigung“. Es gab tausende von Euro an Bußgeldern.
Etwa zwanzig Durchsuchungen in den Départements Meuse und Isère, sowie in Paris. Etwa dreißig vorübergehende Festnahmen – darunter die des Anwalts Étienne Ambroselli, der am 20. Juni 2018 verhaftet wurde. Es gibt eine fest installierte Gendarmerie-Hundertschaft, die seit Sommer 2017 vor Ort wacht. Täglich, seit mehr als einem Jahr, werden die Bewohner*innen von Bure und der Umgebung verfolgt, vermerkt, gefilmt und kontrolliert – manchmal mehrmals innerhalb weniger Stunden.

Am Dienstag, den 16. Oktober 2018, fand in den Räumlichkeiten des Landgerichts Bar-le-Duc eine neue Verletzung ders Rechts auf ein Rechtsstaatliches Verfahren statt, ein weiterer Schritt in der Repressiongeschichte. An diesem Morgen hat das Gericht unter anderem Gaspard d’Allens, Aktivist und Journalist, in Abwesenheit verurteilt.
Letzterer wurde jedoch nie darüber informiert, dass ihn ein Prozess betrifft. Er wusste nicht, dass gegen ihn Anklage erhoben wurde. Er konnte daher seine Verteidigung nicht vorbereiten oder eine*n Anwält*in wählen. Dennoch wurde er vor Gericht gestellt: unter Missachtung der elementarsten Garantien des Rechtes auf eine Verteidigung. (mehr …)

eine Hausdurchsuchung und eine Auslieferung

am heutigen Montag gab es im Haus des Widerstandes in Bure erneut eine Hausdurchsuchung (die 4. in einem Jahr). Polizei hat sich mal wieder mit Gewalt Zutritt verschafft. Grund: Polizei vermutet, dass 1 Aktivist gegen Auflagen der Justiz wonach er das Département nicht betreten darf, verstoßt. Er wurde im Widerstandshaus nicht angetroffen. -> https://reporterre.net/Une-nouvelle-perquisition-a-la-Maison-de-la-Resistance-a-Bure

Derweil wurde bekannt gegeben, dass ein Anti-Cigéo Aktivist, Loic, nach Deutschland ausgeliefert worden ist (Stichwort G20 Soko Schwarzer Block).

-> https://unitedwestand.blackblogs.org/nog20-aktivist-loic-nach-deutschland-ausgeliefert/

Stippvisite in Bure – ein Dorf am atomaren Abgrund

Quelle: https://www.robinwood.de/blog/stipvisite-bure-ein-dorf-am-atomaren-abgrund

Wir sind mit dem Bulli unterwegs in die Bretagne. Endlich der Hitze entfliehen, ins Meer springen und die Seele baumeln lassen, das ist der Plan. Wir studieren Straßenkarten und fragen uns, wie weit eigentlich der kleine Ort Bure von unserer Route entfernt liegt, von dem wir schon so lange gelesen und gehört haben, ohne jemals dort gewesen zu sein. Jenes Bure, das der französische Staat lange als Forschungsendlager bezeichnete (ähnlich wie die Asse in den frühen 70er Jahren) und dann im Dezember letzten Jahres in einem Ad-Hoc-Verfahren zum Endlager für den gesamten, ewig strahlenden Atommüll Frankreichs erklärte. Wie Gorleben liegt auch Bure in einer dünnbesiedelten Region. Und auch hier gab es von Anfang an erhebliche Zweifel am geplanten Sicherheitskonzept. 25 Kilometer Umweg. Damit ist es entschieden. Wir fahren vorbei, verschaffen uns endlich einen eigenen Eindruck von der Situation vor Ort! (mehr …)

Neue Daten aus dem Hack bei Ingerop.

Quelle: https://de.indymedia.org/node/24069

Anfang Juni startet eine Kampagne namens les monstres de CIGEO mit dem Ziel, die am Projekt beteiligten Firmen und Subunternehmen stärker ins Auge zu fassen und politisch unter Druck zu setzen. Auf der Homepage “lesmonstresdecigeo.noblogs.org” werden umfassende Listen entsprechender Niederlassungen Weltweit veröffentlicht. Dass es sich hier um mehr als fleißige  Recherchearbeit und die Auswertung öffentlich zugänglicher Dokumente handelt, wird schnell deutlich, nachdem auch Namen und persönliche Daten von 1700 leitenden Mitarbeitern des Ingeneurkonzerns ingerop online gestellt werden. In einer privaten email an die Betroffenen werden diese über deren outing informiert und darauf hingewiesen, dass sie mit ihrer Arbeit eine auch persönliche Verantwortung an dem Projekt tragen.

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Tarnac, Bure: Kafkaeske Repression

Die „Affaire tarnac“ und das Gespenst der „kriminellen Vereinigung“ in Frankreich

Widerstand gegen Großprojekte ist den Herrschenden ein Dorn im Auge. Die Konstruktion von „kriminellen Vereinigungen“ als Mittel der Kriminalisierung von politischem Engagement ist envogue – selbst wenn der Staat sich durch Fälschungen und Lügen blamiert. Wie es sowohl die „Affaire tarnac“ als auch die aktuelle Repressionswelle gegen Gegner*innen von Cigéo, dem geplanten Atomklo im französischen Bure, zeigen. Die Parallelen zwischen beiden Affären sind frappierend, die Willkür und Methoden des scheindemokratischen Staats schockierend.

Der Artikel ist in der Zeitschrift GWR September 2018/431 erschienen. Die Autorin stellt ihn in zwei Teilen online zur Verfügung

Teil I: Die Affäre Tarnac

November 2008: 150 schwerbewaffneten Polizeibeamte einer Anti-Terroreinheit stürmen einen selbstverwalteten Laden in einem kleinen französischen Dorf Namens Tarnac. „Die Ultralinke entgleist“ titelt die linksliberale Zeitung „Libération“. Die „Gruppe Tarnac“, eine terroristische Vereinigung, soll unter anderem Anschläge auf Hochgeschwindigkeitsstrecken der SNCF anlässlich eines CASTOR-Transportes nach Gorleben verübt haben.

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Teil II Bure, die neue „affaire Tarnac“

Der Staat wartete die Abreise der 3.000 Menschen ab, die am 16. Juli 2018 in Bar-Le-Duc gegen das geplante Atomklo in Bure demonstrierten, um erneut zuzuschlagen. Die Demo war bunt und kreativ, sie brachte den Aktiven vor Ort den nach der Räumung der Waldbesetzung im Februar 2018 erforderlichen Motivationsschub für den weiteren Widerstand. Zahlreiche Eulenmasken und Symbol des Widerstandes wurden getragen.

Vier Tage nach der erfolgreichen Demo wurden elf Orte im Zusammenhang mit dem Kampf gegen das atomare Endlager in Bure durchsucht und acht Menschen vorübergehend festgenommen.

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Unfreiwilliges Ende der Klandestinität für Loic in Nancy

Am 18. August wurde der Loic in Frankreich beim Versuch seine
Angehörigen zu besuchen von 15 Bullen überwältigt und festgenommen. Seit
den internationalen Razzien gegen G20-Gegner_innen in Spanien, Schweiz,
Italien und Frankreich vom 29. Mai war der junge Aktivist untergetaucht
und hatte eine Erklärung zu seinem Entzug vor den Repressionsorganen
veröffentlicht
(https://blogs.mediapart.fr/loiccitation/blog/140618/je-choisis-la-cavale).

In Frankreich wird er in verschiedenen Fällen beschuldigt
linkspolitische Straftaten begangen zu haben. Ihm wird unter anderem
vorgeworfen an Hackerangriffen auf unnütze Großbauprojekte beteiligt
gewesen zu sein. Hierzu wurde er zu Bewährungs- und Geldstrafen
verurteilt. Im Zusammenhang mit den Protesten gegen das
Arbeitsmarktgesetz 2016, sowie gegen das geplante atomare Tiefenendlager
CIGEO in Bure in Lothringen geriet Loic ebenfalls in‘s Visier der
Ermittler, die ihm eine militante Beteiligung an mehreren Aktionen
vorwerfen.

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