gelungenes Widerstandsfestival

Kurzer Erfahrungsbericht einer Festivalbesucherin.

Ich bin vor wenigen Tagen aus Bure zurückgekehrt. Die französische Atomlobby und -Regierung will dort ein Atommüllklo Namens Cigéo bauen.  Es gab vom 11. bis zum 13. August ein wunderschönes spannendes Widerstandsfestival mit Workshops, Konferenzen und Kultur. Den Veranstaltern zur Folge kamen ca. 2000 Menschen zum Festival.  Ich habe die Zeit für Vernetzung genutzt und viele Informationen gesammelt. Bure-Unterstützungskomitees sollen in ganz Frankreich entstehen. Solche Komitees sind bereits bei anderen Umweltkämpfe erfolgreich (Stichwort ZAD de NDDL). In Deutschland soll auch ein Komitee gegründet werden. Dazu später mehr Infos.

Der Wald Bois Lejuc ist immer noch besetzt, ich habe dort am 14. August einen schönen Sommertag verbracht. Die Besucher*innen konnten sich durch ein Spiel im Wald mit dem Gelände vertraut machen. Witzig und nützlich!

Eine Konferenz auf dem Festival betraf die Sicherheitsprobleme von Cigéo aus der Perspektive der Wissenschaft. Das ist erschreckend. Cigéo ist noch nicht gebaut, aber die Katastrophe ist – solle das Vorhaben realisiert werden – vorprogrammiert. Nicht berücksichtigt wurden Explosionsgefahren durch die Entstehung von Hydrogene, die Brandgefahr, geplante Freisetzung von großen Mengen Radioaktivität – im Normalbetrieb! etc.

Der Staat ist Willens, dieses todbringende Projekt mit Gewalt durchzuprügeln.  Am Dienstag 15. August 2017 gab es bei der Demo mehrere Schwerverletzte.