Solidarität überall mit Bure

wendische Solidarität mit dem Widerstand in Bure

Nach der Räumung der Waldbesetzung im Bois Lejuc am 22.2.18 haben zahlreiche Menschen ihre Solidarität kund getan. In über 70 Städte in Frankreich wurde demonstriert. Ein paar Soli-Botschaften kamen auch aus dem Ausland.

Zum Beispiel aus dem Wendland. Quelle

Seit heute Morgen um 6.00h läuft die Räumung des besetzten Bois Lejuc bei Bure. 500 Bullen der Gendarmerie griffen heute Morgen die Barrikaden in Nord Süd und Südost an und verschafften sich Zutritt zum Wald. Die Situation ist unübersichtlich, möglicher weise sind noch Personen in den Bäumen. 2 Bulldozer haben begonnen die Barrikaden im Süden zu zerstören, es gibt mehrere Verhaftungen. Um 10.30h ist auch das Widerstandshaus in Bure (BZL) gestürmt worden, um weitere Personenfeststellungen vorzunehmen. Weiträumige Fahrzeugkontrollen im Umfeld. Zeitgleich inszeniert der Staatssekretär des Umweltministers heute mit einem angekündigten „Besuch beim Widerstand“ Verhandlungsbereitschaft für die Medien.

Kommt so schnell wie möglich nach Bure (BZL) spätestens jedoch zum Interkomitee Wochenende am 3.-5. März! Geht auf die Straße und macht Soli-Aktionen!

Hier findet ihr eine unvollständige Liste mit am Projekt beteiligter Firmen in Deutschland: http://blog.eichhoernchen.fr/post/Atomklo-Bure-moegliche-Ziele-dezentrale-Aktionen

Seit Anfang des Jahres gibt es im Wendland ein Unterstützungs-Komitee für die Waldbesetzung und den Widerstand in Bure. Unser Ziel ist es, der langjährigen Verbundenheit unserer Kämpfe neues Leben ein zu hauchen und praktische Solidarität zu organisieren. Wir hoffen uns mit unseren (teilweise erfolgreichen) Erfahrungen im Kampf gegen ein Atomklo in Gorleben sinnvoll in den Widerstand in Bure einbringen zu können, denn: Es gibt kein sicheres „Endlager“ – nirgends! Wir sehen hier das Wendland, das Jahrzehnte lang – als Kristallisationspunkt der anti-Atom Bewegung – von breiter auch internationaler Solidarität getragen wurde in einer geradezu historischen Verantwortung.

Wenn wir davon sprechen, dass Solidarität keine Einbahnstraße ist, geht es uns sicher nicht darum ein Patentrezept „Widerstand im Wendland“ zu exportieren. Es geht vielmehr darum unsere Kämpfe weiter miteinander zu vernetzen, sich auszutauschen und von einander zu lernen. Das Thema Gorleben ist noch lange nicht vom Tisch und die leidenschaftlichen Auseinandersetzungen die sich um Bure in den letzten Jahren entwickelt haben, geben uns Kraft und neue Hoffnung, auch hier den gegenwärtig desolaten Zustand der anti-Atom Bewegung überwinden zu können.