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Wiederbesetzung! Die unbeugsamen Eulen von Bure

Wiederbesetzung im Bois Lejuc am 23.2.18

Die Waldbesetzung gegen das Atomklo im Bois Lejuc  wurde am 22. Februar durch 500 militär-Polizist*innen geräumt. Bei der Präfektur und in den Chefetagen der Regierung wurde wiederholt betont, der erfolgreicher Einsatz sei ein Sieg für den Rechtsstaat, dem Chaos sei endlich ein Ende gesetzt worden.

Am Morgen des 23. Februar befinden sich noch 7 Personen in polizeilichem Gewahrsam. Einer Person wird am Nachmittag des 23. Februar der Prozess in einem Schnellverfahren gemacht. Dies wird damit begründet, dass die Person nicht identifiziert werden konnte. 5 weitere Personen, die im Widerstandshaus BZL festgenommen wurden, konnten ebenfalls nicht identifiziert werden, sollen aber frei gelassen werden – sie haben sich ja nur ganz legal im Haus aufgehalten!

Die Waldbesetzung gegen das Atomklo im Bois Lejuc  wurde am 22. Februar durch 500 militär-Polizist*innen geräumt. Bei der Präfektur und in den Chefetagen der Regierung wurde wiederholt betont, der erfolgreicher Einsatz sei ein Sieg für den Rechtsstaat, dem Chaos sei endlich ein Ende gesetzt worden.

Am Morgen des 23. Februar befinden sich noch 7 Personen in polizeilichem Gewahrsam. Einer Person wird am Nachmittag des 23. Februar der Prozess in einem Schnellverfahren gemacht. Dies wird damit begründet, dass die Person nicht identifiziert werden konnte. 5 weitere Personen, die im Widerstandshaus BZL festgenommen wurden, konnten ebenfalls nicht identifiziert werden, sollen aber frei gelassen werden – sie haben sich ja nur ganz legal im Haus aufgehalten!

Update 23.2. um 18 Uhr: 2 Personen haben ihre Aburteilung in einem willkürlichen Schnellverfahren abgelehnt und bleiben deshalb bis zu ihrem Prozess am 19.3. in U-Haft, das Gericht nimmt Wiederholungs- und Fluchtgefahr an. Etwas widersprüchlich, aber was soll’s. 3 weitere sind zum 12. 6. – wenige Tage vor der Großdemo vom 16.6. in Bure – für ihren Prozess geladen. Es geht bei den Vorwürfen um Widerstand, Beleidigung und die Weigerung der Betroffenen ED (Fingerabdrücke, etc.) behandelt zu werden.

 

Wiederbesetzung im Bois Lejuc am 23.2.18

Wiederbesetzung im Bois Lejuc am 23.2.18

Derweil wurde gemeldet, dass…. unbeugsame Eulen einen Baum in der Nacht  neu besetzt haben! Zwei Journalist*innen begleiteten sie. Radio Parleur und Reporterre berichten. Über Twitter wurden Videos und Bilder verbreitet!

Repression wird den Widerstand nicht auslöschen. Die Widerständigen sagen: Erst jetzt recht!

Unterstützung?

Wenn du den Widerstand unterstützen willst, gibt es verschiedene Möglichkeiten

 

Solidarität überall mit Bure

wendische Solidarität mit dem Widerstand in Bure

Nach der Räumung der Waldbesetzung im Bois Lejuc am 22.2.18 haben zahlreiche Menschen ihre Solidarität kund getan. In über 70 Städte in Frankreich wurde demonstriert. Ein paar Soli-Botschaften kamen auch aus dem Ausland.

Zum Beispiel aus dem Wendland. Quelle

Seit heute Morgen um 6.00h läuft die Räumung des besetzten Bois Lejuc bei Bure. 500 Bullen der Gendarmerie griffen heute Morgen die Barrikaden in Nord Süd und Südost an und verschafften sich Zutritt zum Wald. Die Situation ist unübersichtlich, möglicher weise sind noch Personen in den Bäumen. 2 Bulldozer haben begonnen die Barrikaden im Süden zu zerstören, es gibt mehrere Verhaftungen. Um 10.30h ist auch das Widerstandshaus in Bure (BZL) gestürmt worden, um weitere Personenfeststellungen vorzunehmen. Weiträumige Fahrzeugkontrollen im Umfeld. Zeitgleich inszeniert der Staatssekretär des Umweltministers heute mit einem angekündigten „Besuch beim Widerstand“ Verhandlungsbereitschaft für die Medien.

Kommt so schnell wie möglich nach Bure (BZL) spätestens jedoch zum Interkomitee Wochenende am 3.-5. März! Geht auf die Straße und macht Soli-Aktionen!

Hier findet ihr eine unvollständige Liste mit am Projekt beteiligter Firmen in Deutschland: http://blog.eichhoernchen.fr/post/Atomklo-Bure-moegliche-Ziele-dezentrale-Aktionen

Seit Anfang des Jahres gibt es im Wendland ein Unterstützungs-Komitee für die Waldbesetzung und den Widerstand in Bure. Unser Ziel ist es, der langjährigen Verbundenheit unserer Kämpfe neues Leben ein zu hauchen und praktische Solidarität zu organisieren. Wir hoffen uns mit unseren (teilweise erfolgreichen) Erfahrungen im Kampf gegen ein Atomklo in Gorleben sinnvoll in den Widerstand in Bure einbringen zu können, denn: Es gibt kein sicheres „Endlager“ – nirgends! Wir sehen hier das Wendland, das Jahrzehnte lang – als Kristallisationspunkt der anti-Atom Bewegung – von breiter auch internationaler Solidarität getragen wurde in einer geradezu historischen Verantwortung.

Wenn wir davon sprechen, dass Solidarität keine Einbahnstraße ist, geht es uns sicher nicht darum ein Patentrezept „Widerstand im Wendland“ zu exportieren. Es geht vielmehr darum unsere Kämpfe weiter miteinander zu vernetzen, sich auszutauschen und von einander zu lernen. Das Thema Gorleben ist noch lange nicht vom Tisch und die leidenschaftlichen Auseinandersetzungen die sich um Bure in den letzten Jahren entwickelt haben, geben uns Kraft und neue Hoffnung, auch hier den gegenwärtig desolaten Zustand der anti-Atom Bewegung überwinden zu können.

Räumung: Erste Pressemitteilung von einigen Eulen aus Bure

22. Februar 2018 – Heute Morgen um 06:15 Uhr begann die Räumung des besetzten Lejuc-Wald (frnz. : « Bois Lejuc ») mit 500 Roit-Bullen, verstärkt von einer Kommunikations-Kampagne des Innenministeriums. In den Medien werden Sckock-Bilder verbreitet, von Militärfahrzeugen die neben dem Bois Lejuc parken, selbst gebaute Häuser die angegriffen und zerstört werden und vermummte Bullen mit Kettensägen und Kameras.

Dieser Einsatz, der auf einer Entscheidung des tribunal de grande instance von Bar-le-Duc basiert, fand statt bevor alle anderen Gerichtsverfahren, v.a. ob der Wald ANDRA (Firma, die für die Lagerung von nuklearen Abfällen zuständig ist) zur Verfügung steht, entschieden sind. Darüber hinaus ist auch der offizielle Winter-Räumungsstopp noch nicht vorbei, welcher vorsieht dass in den Wintermonaten keine Wohnorte z.B. Squats geräumt werden dürfen. Obwohl sich im Wald auch viele Wohn- und Lebensräume befunden haben, wurde dieser Ort nun zerstört.
Es gibt sogar lokale Politiker_innen die die Adresse ihrer Verwaltung in den besetzen Wald verlagert haben.
Auf legaler Basis kann ANDRA zur Zeit keine Rodungen im Lejuc-Wald vernehmen, da das französische Umweltministerium die beschlossen hat, dass zuvor ein Gutachten zur Umweltverträglichkeit des Projekts erstellt werden muss. Zudem beginnt im März die Nistzeit, was zur Konsequenz hat, dass ohnehin keine Rodungen vorgenommen werden dürfen.

Und trotzdem: Wie bereits 2012 in Notre-Dame-des-Landes, kommen die Bulldozer direkt hinter den Bullen. So schnell wie möglich wird alles dem Erdboden gleich gemacht, die Wohnräume und persönlichen Sachen vieler Menschen werden innerhalb kurzer Zeit vernichtet. (mehr …)

Alarm! Räumung der Waldbesetzung!

Der Wald Namens Bois Lejuc ist seit dem Sommer 2016 durch Gegner*innen von Cigéo (so heißt das Atomklo-Bauvorhaben) besetzt. Obwohl die Besitzverhältnisse zu diesem Waldstück noch nicht endgültig geklärt sind und Klagen vor Gericht noch anhängig sind (Bericht), schafft der Staat mit der heutigen Räumung des Waldes Tatsachen.

Das Erstarken des Widerstands mit der Gründung von immer Widerstandskomitees zu Bure in ganz Frankreich (und im Ausland) und dem Baum von immer Widerstandshäusern im Wald gefällt dem Atomstaat nicht. Selbst der Verein von gewählten Vertreter*innen (Abgeordnete, Bürgermeister…) gegen das Atomklo EODRA (association des élus opposés à l’enfouissement) hat seinen Sitz in den Wald verlegt.

Stand der Dinge 22.2. um 11 Uhr: ca. 500 Bullen an der Räumung beteiligt. Festnahmen wurden durchgeführt. Einige Barrikaden wurden geräumt, Besetzer*innen harren in Bäumen aus, umzingelt von Polizeikräften.Die Polizei hat sich außerdem mit Gewalt Zutritt zum Widerstandshaus in im Dorf Bure verschaffen, die Türe des Hauses wurden durch die Polizei zerschlagen.

Solidarität!

Es wird zu Solikundgebungen heute abend 22.2. um 18 Uhr  in Ganz Frankreich (und im Ausland!) aufgerufen!

Die Homepage der Projektgegner*innen ist wenige Stunden nach Beginn der Räumung offline gegangen, aktuell ist sie wieder erreichbar.  Wenn die Seite vmc.camp nicht erreichbar ist, gibt es Infos zur Räumung auf manif-Est-infos sowie auf Twitter (Ziradidés twittern über die Räumung), Hashtag #Bure liefert auch Infos, zt. auf Deutsch. Hier gibt es einen ersten Zeitungsartikel auf Deutsch.

Es gibt zudem eine Mailingliste, die Menschen die Infos auf Deutsch erhalten und Soliaktionen durchführen wollen, abonieren können https://lists.nirgendwo.info/mailman/listinfo/atomklo-bure

Quelle: blog.eichhoernchen.fr

Aktivist*innen wegen dem „Bure de Merlin“ am 13.2.18 vor Gericht

Am 13.2.2018 stehen drei Menschen aus dem Widerstand gegen das Atomklo vor Gericht.
Zwei Personen werden der Zerstörung der illegalen Mauer der ANDRA (Nationale Agentur zur Entsorgung von radioaktivem Müll) im Sommer 2016 beschuldigt. Eine weitere Person wird angeklagt, weil sie sich öffentlich über Polizeigewalt gegen sie durch den Einsatzleiter beschwerte. Am 30.1. wurde zudem das Urteil gegen einen Aktivisten gesprochen, der bei der Durchsuchung des Widerstandshauses im September 2017, aus seinem Bett geholt wurde und Widerstand geleistet haben soll. Er wurde zu einem Monat Gefängnis ohne Bewährung verurteilt.

Die Mauer, um die es im Prozess am 13.2. geht, wollte die ANDRA im Bois Lejuc errichten, um sich vor dem Protest der Projektgegner*innen bei Rodungsarbeiten im Bois Lejuc abzuschirmen. Der Wald soll für Vorarbeiten zum Endlagerprojekt gerodet werden (Bohrungen für künftige Lüftungsschächte für das Endlager). (mehr …)

Mögliche Ziele für dezentrale Aktionen in Deutschland

Beteiligt am französischen Atomklo-Projekt Cigéo sind verschiedene Institutionen und Unternehmen, die auch in Deutschland und der Schweiz einen Sitz haben und deshalb geeignete Ziele dezentraler öffentlichkeitswirksamer Protestaktionen. Wie zum Beispiel um den Nikolaustag 2017.

Ob Berlin, Hamburg, Pinneberg bei Hamburg, Friedeburg, Bremen, Duelmen, Karlsruhe, Lingen, Karlstein bei Hanau, Dresden, Dortmund, Iffezheim, Steffisburg, Friedrichshafen, Ulm, Potsdam, Genf. Lausanne oder Erlangen.

Die Liste ist nicht endgültig, sie ist auch nicht vollständig. Sie wird im Laufe der Zeit ergänzt. (mehr …)

erneute Hausdurchsuchung und Aktionstag gegen das Atomklo

In Bure gab es am 20. November eine neue Hausdurchsuchung bei einer Gegnerin von CIGÉO, dem Atomklo-Projekt.
Für den 6. Dezember, dem Nikolaustag, rufen die Antiatom-Initiativen gegen das Atomklo zu dezentralen Aktionen auf. Der Tag wurde gewählt, weil der französische Umweltminister „Nicolas“ Hulot heißt. Nach mehreren Monaten Schweigen hat er Cigéo als kleinerer Übel bezeichnet, der umgesetzt werden müsse, weil der Müll ja irgendwo hin müsse. Vor einem Jahr ließ er sich noch mit einem Anti-Cigéo-Plakat bei den Projektgegner*innen abbilden. Es ist zu befürchten, dass der Druck und die Repression auf die Widerständigen in Bure nach den jüngsten Deklarationen von Nicolas Hulot, steigen. Robin hat im Sommer bei einer Demo ein Fuß wegen der Explosion einer Polizei-Granate verloren. Andere Menschen wurden schwer verletzt. Aktivist*innen und Bauer*innen werden vor Gericht gezerrt. Die Polizei setzt immer wieder die Baumbesetzer*innen im Bois Lejuc unter Druck. Es gab Hausdurchsuchen im September und nun eine weitere. Solidarität ist gefragt. Beteiligt euch am Aktionstag, seid kreativ.

Soli-Aktionen sind in Deutschland auch erwünscht. Auf dem Laufenden kann man sich via die Liste des deutschsprachigen Unterstützungskomitee halten. (mehr …)

Kampagne gegen Atomtransporte solidarisch mit Bure

Solidarität der Kampagne gegen Atomtransporte mit Bure

Anlässlich eines Vernetzungstreffens in Münster am 21. und 22. Oktober 2017 bekräftigten Aktivist*innen der bundesweiten Kampagne gegen Urantransporte ihre Solidarität mit dem Widerstand gegen das geplante Atomklo in Bure (Lothringen). Die Aktivist*innen unterhalten zahlreiche Kontakte mit dem dortigen Widerstand und haben in der Vergangenheit die Vernetzungstreffen zwischen französischen und deutschen Aktivist*innen im Haus des Widerstandes BZL immer sehr geschätzt. Um so empört zeigten sie sich über die schreckliche Polizeigewalt, die Robin und andere Aktivist*innen im Sommer bei einer Demonstration gegen das Atomklo erleben mussten. Mit Hausdurchsuchungen im Haus der Widerstandes, La Gare und weiteren Orten des Widerstandes Ende September zeigte der Atomstaat weiter seine Zähne.

Der Widerstand in Bure ist aber nicht alleine. Überall solidarisieren sich Menschen mit den Aktivist*innen vor Ort. (mehr …)

Solidarität aus dem Hambacher Wald

Soli aus dem besetzten Hambacher Wald

Der Hambacher Wald ist aus Protest gegen die Zerstörungen der Umwelt durch den Konzern RWE mit seinen Kohle-Geschäften besetzt. Der Bois Lejuc ist aus Protest gegen das geplante Atomklo besetzt. Aus Hambach hat uns eine Solidaritätserklärung erreicht, nachzulesen auf dem Blog der Widerständigen vor Ort.

Die Erklärung im Volltext:

In der vergangenen Woche wurden unsere Kamerad*innen in Bure, Frankreich, die Widerstand gegen die geplante Atom-Endlagerstätte der französischen Atommüllagentur ANDRA leisten, Opfer einer Durchsuchung von etwa 80 Polizist*innen, die mit Gewalt ins Widerstandszentrum eindrangen. Die Polizei, die auch die umliegenden Straßen absperrte und Fenster der in der Nähe geparkten Autos und LKWs zerschlug, hat dabei Kommunikationsgeräte (Computer und Handys, „Waffen zur Kommunikation“) konfisziert.

Die Polizei konnte die Verschlüsselung der Daten auf den Geräten aufheben und droht nun mit Klagen in den Fällen, wo elektronische Inhalte Personen zugeordnet werden können.
Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, wie sich der Staat in immer größerem Maße für Überwachung und Repression engagiert, und so entscheidend das Funktionieren des Teufelskreises aus Extraktionismus und Katastrophenkapitalismus fördert. Angesichts einer solchen massiven Ressourcenverschwendung zum Nachteil für soziale und ökologische Projekte, nur um den Zustand der planetarischen ökologischen Desintegration zu fördern, ist es aber genau das, was zerstört werden soll, das unsere größte und mächtigste Waffe wird. Das sind die Gemeinschaften, die wir bilden und von denen wir bereits Teil sind:
Solidarität, gegenseitiges Unterstützen, Lieder und Rhytmus.

Kamerad*innen in Bure, Ihr seid nicht allein in Eurem Kampf. Denkt daran, dass die Hambi-Besetzung auch Euer Zuhause ist, wo Ihr die Lieder und die Musik des Widerstands erklingen lassen könnt. Trotz der räumlichen Distanz seid Ihr mit anderen Konfliktherden verbunden und tragt weltweit zur Inspiration des Widerstands bei.

FÜR DIE ERDE !!

Gegen jede Polizei, in Bure und anderswo

Stellungnahme von Sanitäter_innen Teams aus verschiedenen Kämpfen.

Das Atom Endlager Projekt in Bure, hat aus diesem Stück Land und diesen Wäldern ein belagertes Territorium gemacht. Die dauerhafte militärische Besatzung und der energische Widerstand geben seit ein paar Jahren den Rhythmus des Kampfes gegen die mörderischste aller französischenIndustrien an. Während der Demonstration am 15 August dieses Jahres, gegen das „Zentrum der nationalen Agentur der Radioaktiven Abfälle“ (ANDRA), wurde der Standort für das zukünftige Endlager, durch Hundertschaften von Gendarmerie / Bereitschaftspolizei abgeriegelt.

Sie schossen nicht mit scharfer Munition an diesem Tag – Polizisten und Gendarmes haben aber bereits in den letzten Monaten Handfeuerwaffen gegen Demonstrant_innen gezogen und bedroht – aber sie machten wieder starken Gebrauch von Schock-und Blendgranaten, welche schwerste Verletzungen verursachen, verstümmeln und töten.

Jedes mal wenn sich konsequenter Widerstand breit macht, versucht der Staat uns in Schock zu versetzen. Aber es ist Wut die wir, in diesen Landschaften eines Krieges der nicht seinen Namen nennt, verspüren, wenn ein Demonstrant getötet wird. Wie Remi Fraisse in Sivens, wenn Demonstrant_innen verstümmelt werden, wie während den Demonstrationen gegen “la loi travail”, oder wenn während der Demonstration vom 15. August der Fuß von Robin P. durch eine Blendgranate (Typ: GLIF4) zerfetzt wird.

An diesem Tag in Bure richteten sich unzählige Schüsse von Schock- und Blendgranaten gegen die Demonstrant_innen, die sich gerade am zurückziehen waren. Eine dieser Granaten explodierte und riss drei Menschen zu Boden. Die Evakuierung bis zum Demokrankenwagen war schwierig, die Gendarmes schossen weiter und zielten auf die Träger_innen der Verletzten. Im Krankenwagen schrie die am Fuß verletzte Person, wie am Spieß und wir haben uns beeilt die Wunde zu reinigen und die offene Stelle zu
schützen. Wir haben Rückstände der Blendgranate und das verbrannte Gewebe des Schuhs und der Kleidung festgestellt. Der ganze obere Teil des Fußes war zerfetzt, Und ungefähr um die dreißig Granatrückstände an den zwei Beinen fügten ihm große Schmerzen zu. Wir haben ihn ohne zu zögern bis zu den Feuerwehrleuten evakuiert, die, nachdem sie bereits kurz zuvor wegen einer anderen Person die schwer am Kopf verletzt war, gerufen wurden, im nächsten Dorf waren.

(mehr …)